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Weniger Menschen. Mehr Wirkung? Warum Effizienz bei der Haltung beginnt.

“Mit weniger Menschen mehr erreichen“ – ein Satz, der in der Sparkassen-Finanzgruppe häufig zu hören ist. In der Praxis beobachte ich jedoch immer wieder denselben Managementfehler: Ressourcen werden reduziert, ohne die Art der Zusammenarbeit grundlegend zu verändern. Das Ergebnis? Frust bei den verbleibenden Mitarbeitenden – und kaum echte Effizienzgewinne.

Viele Sparkassen analysieren derzeit ihre Personalkosten. In der kommenden Marktlage ist es essenziell, nicht nur die Erträge durch Kundenbegeisterung zu steigern, sondern auch die Herstellkosten deutlich zu senken. Benchmark-Tools wie PARES kompakt liefern hier hilfreiche Referenzwerte.

Dort, wo im Vergleich zu anderen Instituten deutlich mehr Zeit auf bestimmte Aufgaben entfällt, liegt meist auch Potenzial zur Reduktion von Arbeitsintensität – und somit langfristig zur Reduktion von Mitarbeitenden. Oft entstehen daraus strategische Pläne, wie sich dieser Abbau durch altersbedingte Fluktuation realisieren lässt.

Warum Warten auf natürliche Fluktuation gefährlich ist

In diesem Vorgehen liegen gleich mehrere Risiken. Denn häufig wird die Arbeitsweise der betroffenen Teams zunächst beibehalten – die eigentliche Veränderung tritt also erst nach dem Weggang der Mitarbeitenden ein: Die Belastung steigt spürbar für das verbleibende Team. Erste Warnzeichen wie Überlastung, Frustration oder schwindende Motivation werden oft nicht ernst genug genommen – bis es zu spät ist. Wenn erste Leistungsträger gehen, ist es schwer, den Trend zu stoppen.

Stellen Sie die entscheidenden Fragen – jetzt, nicht morgen

Nach einer fundierten Analyse der Personalressourcen kommt der entscheidende Schritt: die sofortige Neuausrichtung von Arbeits- und Verhaltensweisen. Warten Sie nicht, bis die Fluktuation eintritt, sondern starten Sie proaktiv. Fragen Sie sich: Wie sollen unsere Bereiche in 5 Jahren aussehen? Wie arbeiten wir zusammen? Welches Leistungsspektrum bieten wir an? Betrachten Sie dabei sowohl qualitative als auch quantitative Faktoren – und leiten Sie daraus ab:

  • Welche Arbeits- und Verhaltensweisen sind dafür notwendig?

  • Welche Teamkonstellationen sind sinnvoll?

  • Welche Aufgaben können entfallen oder neu strukturiert werden?

Setzen Sie die Erkenntnisse nicht in Etappen, sondern konsequent und sofort um. Der größte Hebel liegt darin, die Arbeitsweise heute zu verändern – bei noch unveränderter Teamgröße. Das entlastet alle spürbar und schafft Raum für Transformation.

Wie die ABC-Analyse Denkblockaden löst und Effizienz freisetzt

Besonders positive Erfahrungen habe ich mit der sogenannten ABC-Analyse gemacht (eine vertiefende Podcast-Folge finden Sie hier). Sie funktioniert so: Je höher das angestrebte Ambitionsniveau, desto größer die kreative Energie, die freigesetzt wird. Ein Beispiel:

C-Ziel: 10 % Effizienzsteigerung in 3 Jahren

B-Ziel: 20 % bis Ende nächsten Jahres

A-Ziel: 40 % bis Ende dieses Jahres

Überlegen Sie sich:

  • Welche Prozesse würden Sie sofort überdenken?

  • Was würden Sie streichen?

  • Was radikal anders lösen?

Durch das Denken in diesen Extremen entstehen Lösungen, die im normalen „Optimierungsdenken“ nie sichtbar werden. Und: Diese Methodik funktioniert nicht nur bei Personalkosten, sondern auch bei Vertriebszielen oder strategischen Fragestellungen – sogar im privaten Leben.

Wirkliche Effizienz entsteht nicht durch schlichten Personalabbau, sondern durch mutige Veränderungen in der Zusammenarbeit. Wenn Sie die Systemlogik ändern, ändern sich auch Ergebnisse – nachhaltig und wirksam.

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Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2026